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16.10.2024

Die chinesische Social-Media-Plattform TikTok sieht sich in den Vereinigten Staaten zunehmendem rechtlichen und politischen Druck ausgesetzt. Generalstaatsanwälte aus 13 US-Bundesstaaten und Washington, D.C. haben Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Der Vorwurf: TikTok mache Kinder und Jugendliche gezielt süchtig. Eine Kommunikationspanne hat nun dazu geführt, dass interne Untersuchungen und E-Mails des Unternehmens an die Öffentlichkeit gelangt sind. Diese Dokumente offenbaren, dass TikTok die Risiken seiner Plattform offenbar seit längerem kennt.

Internen Untersuchungen zufolge geraten junge Nutzer bereits nach nur 35 Minuten in eine potenzielle Abhängigkeit, wenn sie in dieser Zeit mehr als 260 Videos konsumieren. Auch die von TikTok eingeführten Präventionsmaßnahmen, wie die automatische Begrenzung der Bildschirmzeit für Minderjährige auf 60 Minuten täglich, haben kaum Wirkung gezeigt. Tatsächlich hat sich die durchschnittliche Nutzungsdauer bei Jugendlichen nur geringfügig um 1,5 Minuten auf insgesamt 107 Minuten pro Tag reduziert.

Die US-Regierung beobachtet TikTok mit wachsender Sorge. Präsident Joe Biden unterzeichnete bereits im April 2024 ein Gesetz, das die Muttergesellschaft ByteDance dazu zwingt, entweder die App zu verkaufen oder TikTok andernfalls in den USA zu verbieten. Kritiker, darunter Bürgerrechtsorganisationen, werfen der Regierung Zensur vor und deuten auf einen geopolitischen Konflikt zwischen den USA und China hin, in dem TikTok zur Verhandlungsmasse wird.

Der juristische Streit um die Plattform wird auch in den Gerichten ausgetragen. In einem Fall aus Kentucky, in dem mehrere Bundesstaaten TikTok vorwerfen, Kindern und Jugendlichen zu schaden, wurden Gerichtsdokumente nur unzureichend geschwärzt. Dies ermöglichte es einer Reporterin das Dokument zu kopieren und lesbar in die Öffentlichkeit zu kommunizieren. Ein Sprecher von TikTok kritisierte die Veröffentlichung als unverantwortlich und betonte, dass es sich um veraltete und aus dem Kontext gerissene Dokumente handele. Inzwischen hat ein US-Bundesgericht angeordnet, die Beschwerde zu versiegeln, um weitere Leaks zu verhindern. Doch der öffentliche Druck auf das Unternehmen wächst – und mit ihm die Frage, wie lange TikTok den Forderungen nach einer strengeren Regulierung oder gar einem Verbot in den USA noch standhalten kann.

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